API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

 
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API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 01.02.2015 - 17:26 Uhr  ·  #1
da die HBCI/FinTS-Schnittstelle (trotz Anpassungen) in die Jahre gekomme ist und nicht flexibel genug um Drittanbieter anzuschließen, sind innovative Banken (glaub ca. 2010 - Axa Banque + Credit Agricole) dran über eine API dies zu realisieren.

Werden die Onlinebanking-Hersteller (Tools) dies weiter ausbauen?
bspw. Fidor** https://developer.fidor.de/api-browser/ soll ja nur so erreichbar sein, da alles andere zu teuer und old-school ist

oder wird man Onlinebanking-Programme in der Form nicht mehr haben, weil die Schnittstellen-Lieferanten aus Kostengründen nur noch Cloud-Anwendungen anbieten?
https://www.bankimport.com/de?i18n_locale=de od. http://figo.me/ (figo connect) od. MoneyMoney

** http://www.it-finanzmagazin.de…ution-472/ Bankgeschäfte per API: Piraten, Banker, Revolution?

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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 02.02.2015 - 08:59 Uhr  ·  #2
Hallo,

das große Problem mit den APIs von Fidor, Givve, usw. ist, dass jeder eine komplett andere, eigene API anbietet. Wenn das so weiter geht, dann müssten Finanzprogramme irgendwann hunderte verschiedene APIs implementieren. Das ist dann auch nicht anders, als jede Bank gleich per Screen-Scraper abzurufen.
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 02.02.2015 - 09:50 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von subsembly
... irgendwann hunderte verschiedene APIs implementieren.

ah ok, dachte die basieren alle auf einem Standard und werden jeweils nur unterschiedliche "umfangreich" verwendet.
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 02.02.2015 - 10:07 Uhr  ·  #4
Als Ergänzung noch dazu:
Egal was man von FinTS in seiner Struktur hält. Keine Bank in Deutschland bietet in Ihrem Internetbanking auch nur im Ansatz die Möglichkeiten, die auf der FinTS Schnittstelle möglich sind. Allen voran die genannten ach so innovativen Banken.

Man kann FinTS an ganz vielen Stellen sicherlich kritisieren, aber es ist wenigstens mal eine genormte Schnittstelle (auch wenn viele Umsetzungen mehr Interpretationsspielraum lassen, als es Entwicklern lieb ist). Aber immer noch besser, als der ganze Wildwuchs an irgendwelchen individuellen Api s mit zum Teil schlechter Dokumentation, oder willkürlichen Änderungen.

Viele Grüße

Holger
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 27.02.2015 - 14:32 Uhr  ·  #5
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 27.02.2015 - 21:10 Uhr  ·  #6
Die APIs sind durchaus interessant, sie ersetzen auch nicht HBCI, sondern basieren zum größten Teil darauf. Gut Fidor macht glaube ich erstmal da eine Eigenlösung für deren Konten, aber die oben genannten Beispiele von Figo, MoneyMoney und easybill, benutzen die traditionellen Bankschnittstellen wie HBCI. Ansonsten könnten die auch gar nicht die Menge an Banken über deren API anbieten. Für Entwickler ist das natürlich durchaus interessant. Die müssen sich nicht zich Testzugänge bei den ganzen Banken holen und deren HBCI-Umsetzung implementieren, sondern nehmen einfach die API. Die API zieht dann im Hintergrund die Daten über HBCI. Im Grunde genommen, übernehmen diese Dienstleister also die Arbeit mit den HBCI-Servern so das Entwickler, deutlich schneller über die API entsprechende Tools und Apps bauen können.
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 07.03.2015 - 15:06 Uhr  ·  #7
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 14.03.2016 - 16:28 Uhr  ·  #8
Zitat
Erdbeben: solarisBank neue FinTech-Bank mit Vollbanklizenz bietet Banking as a Service API
solarisBank – ein FinTech gründet eine Bank und erhält in Rekordzeit die Vollbanklizenz der BaFin. Doch damit nicht genug. In Vorstand und Aufsichtsrat sitzen weithin bekannte Experten und Bankfachleute. Damit will die neue Bank Backbone und erste Banking-Plattform der digitalen Wirtschaft werden.

http://www.it-finanzmagazin.de…api-28020/

http://www.solarisbank.de/de/
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 22.03.2016 - 07:55 Uhr  ·  #9
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 23.03.2016 - 22:09 Uhr  ·  #10
Immer die gleichen Statements - immer die gleichen Leute. Ich bleib dabei: API ist nur ein Buzzword für eine Programm-Schnittstelle. Das gibt es schon lange in unterschiedlichen Ausprägungen. Spannend wird es erst wirklich durch Mehrwerte - z.B. die Verpflichtung zum Kontowechselservice (Gesetzesänderung), immer-online-Kunden, Weiterentwicklung der Netze, etc.
Der Boom hat aber in meinen Augen wenig mit einer vermeintlichen Technikfeindlichkeit der Banken und einer gefühlten Modernität der FinTechs zu tun. Das gab und gibt es schon immer. Meine Güte, was gab es im Mittelalter Diskussionen um SB-Filialen.

Letztendlich führen alle nur Konten um Geld zu bewegen, das man als Kunde auch nur einmal ausgeben kann.

Wir wäre es mal mit wirklich etwas innovativem:
Schafft die Konten ab, FinTechs! Oder diese elend langweiligen Zahlen, um Kontostände auszudrücken!
Wie wäre es mit Katzen stattdessen, Katzenvideos gehen online doch auch super?
Alternative Währungen sind zwar auch auch nicht neu, aber bringen wenigstens die Menschen zum Nachdenken, was Geld denn überhaupt ist.

Gruß
Raimund
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 24.03.2016 - 08:52 Uhr  ·  #11
Zitat geschrieben von Raimund Sichmann

...


YMMD! ; :D

BTW: Und ja, ich sehe das genauso. Mir verziehen sich jedesmal die Augenbrauen, wenn ich solche Pseudo-Interviews lese, die die immer wieder selben "Speaker", "Mentoren", "Evangelisten" (und wie sie sich alle nennen) nur nutzen, um sich selbst als Marke zu profilieren. Business-Hipster.
msa
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 24.03.2016 - 11:48 Uhr  ·  #12
Ach, ich denke, das erledigt sich durch ein paar Pleiten bald genug von selbst! Dann muß zwar noch der große Vorrat an Dampf kondensieren, was noch zu kleineren Überschwemmungen führen könnte, aber dann geht's wieder normal weiter. Was immer auch normal sein mag *LOL*
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 24.03.2016 - 20:11 Uhr  ·  #13
na, Geld ist im Markt und es ist ja auch wirklich lukrativ für die Anbieter, möglichst rausgeputzt als die Herausforderer dazustehen. Das die daran beteiligten Investoren ein großes Interesse daran haben, das Medieninteresse regelmäßig zu pushen und aufzumischen, ist doch auch völlig klar.
Unbestritten ist es aber auch häufig attraktiver für die Banken (-Gruppen), selbst "interessante" Dinge ein- und aufzukaufen, anstatt dies mühselig zu entwickeln. Interessant finde ich es, wenn diese Firmen mehr Marketingleute als Coder haben. Wenn dann versucht wird, krampfhaft "Meinung" zu machen, steht wohl irgendwo im Hintergrund ein Deal an.
Gruß
Raimund
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 20.04.2016 - 12:31 Uhr  ·  #14
Zitat
Mit figo entwickelt sie zurzeit eine Multi-Bank-Aggregation. Damit können Kunden von Herbst 2016 an ihr Gesamtvermögen, Liquidität, Umsätze und Kredite über das Online- und Mobile-Banking der Deutschen Bank verwalten, auch wenn die Konten bei anderen Banken liegen.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bank - https://www.db.com/newsroom_ne…-11548.htm
msa
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 20.04.2016 - 15:49 Uhr  ·  #15
Heißt das, daß sich die DeuBa dann die Zugangsdaten zu anderen Instituten hinterlegen läßt, was sie für eigene Zugangsdaten in den AGB verboten hat? 8-)
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 21.04.2016 - 07:11 Uhr  ·  #16
@msa
dies hast du bei multibanking ja immer, könntest somit bei jeder Bank den gleichen Satz schreiben, zudem werden die die AGBs bestimmt in Kürze anpassen und gut.
Die Frage ist doch eher (da bisher keine weitere Details vorhanden), warum die Bank die Fremddaten/-banken nicht direkt abruft, sondern über figo (externer Drittanbieter/Middleware usw.).
msa
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 21.04.2016 - 09:21 Uhr  ·  #17
Na das wird politische Gründe haben, nehm ich an. Wenn eine Bank so direkt selbst im Bereich einer anderen Bank mitmischt, dann wird die andere Bank sicher verstimmter reagieren, als wenn das ein "externer Dienstleister" macht. Und die Haftung für irgendwelchen Unfug ist auch bei einer externen Firma ungefährlicher als wenn man es selbst im eigenen Namen macht. Der Externe geht notfalls einfah pleite und gut is. Wenn man's selbst macht, dann muß man selbst ggf. bis zum letzten Cent entschädigen, das ist doch ungut...

Die HypoVereinsbank hatte am Anfang sogar ein externes JointVenture gegründet, um PDF-Kontoauszüge auszuliefern und "lebenslang aufzubewahren". Das wollte man damals auch nicht selbst versprechen. Das entsprechende Unternehmen verschwand dann folgerichtig auch nach ich glaub eineinhalb Jahren oder so.
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 23.04.2016 - 13:26 Uhr  ·  #18
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 27.04.2016 - 20:09 Uhr  ·  #19
für Händler = eine Bridge/API für "viele" Zahlungsprozesse (bspw. giropay &Co.)
Zitat
Online-Payment-Plattform will Zahlungsprozesse optimieren
Anlässlich der FinTech Messe Money 20/20 Europe in Kopenhagen hat das österreichische Start-up www.Purchased.at seine Online-Payment-Plattform, die den Zugang zu mehr als 200 internationalen sowie lokalen Online- und mobilen Zahlungsmöglichkeiten ermöglicht, gelauncht.

Info - Paymentmethoden ua.
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Re: API = Nachfolger von HBCI/FinTS?

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Gepostet: 19.08.2016 - 09:22 Uhr  ·  #20
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