Allgemeiner Diskussionthread - wohin geht die Reise beim Online-Banking?

 
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 14.02.2018 - 19:06 Uhr  ·  #1
Bei aller Unaufgeklärtheit wundert es mich, dass nicht mehr passiert, allerdings neigen wir ja auch dazu, gerade die negativen Aspekte wahrzunehmen. Sehr viele setzen ja doch die angebotene Sicherheit gut und bewusst ein (ok, die Zertifikate prüft fast kein Mensch, <0,1% wette ich).

Ich verstehe bis heute nicht, dass es immer noch nicht bei allen Instituten inzwischen eine einfache, kostenlose HBCI-Banking-Lösung gibt.
Browser sind doch viel zu attraktiv für die "Bösen" geworden, hier fällt doch viel zu viel verwertbares an.
Überweisung, Kontoumsätze, Ablage der PDF-Auszüge, womöglich noch Daueraufträge, reicht doch. Alles komplexere könnte man in Menüs oder Profi-Versionen (ver)stecken.
Die Marketing-Abteilungen und Berater könnten gerne einen direkten Weg zum Kunden bekommen, damit alle zufrieden sind.
Die Institute würden die Kontrolle über eine eigene Software zurück bekommen, das Knacken individualisierter Programme wäre doch zu aufwändig für Betrüger.

Gruß
Raimund
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 14.02.2018 - 19:26 Uhr  ·  #2
Zitat geschrieben von Raimund Sichmann

Ich verstehe bis heute nicht, dass es immer noch nicht bei allen Instituten inzwischen eine einfache, kostenlose HBCI-Banking-Lösung gibt.
Browser sind doch viel zu attraktiv für die "Bösen" geworden, hier fällt doch viel zu viel verwertbares an.



Da kann man so einige Gründe nennen. Erstmal stehen die Kosten in keinem Verhältnis zu den Schäden. Wie Angel schon angemerkt hat, sowas wie Microsoft Fake Anrufe sind derzeit viel viel häufiger zu sehen als ein aufwendig gebauter Trojaner und da bringt dir auch keine HBCI-Software etwas. Dann kommen noch die Kosten für die Hardware, den hohen Supportaufwand bei HBCI und natürlich auch die Entwicklung an sich. Eine Browserversion funktioniert überall. Die Nutzer wollen aber natürlich neben Windows auf jeden Fall auch Apple und am besten Linux Unterstützung. Und eine App für Android und iOS sowieso. Das muss alles entwickelt, getestet und gepflegt werden.

Sicherheit ist da einfach kein Argument. Durch 2FA ist das auch im Browser schon so sicher, dass man eigentlich nur noch mit Rückbuchungstrojanern Erfolg haben kann. Die sind aber so aufwendig, dass die selten in freier Wildbahn noch zu sehen sind. Wozu auch den Aufwand, wenn man die Leute einfach anrufen und dazu bringen kann das Geld von sich aus zu überweisen. Oder man fälscht einfach einen guten alten Papier Überweisungsträger und wirft den ein, komisch das keiner fordert das mal abzuschaffen. Als ob eine Unterschrift in irgendeiner Form ein Sicherheitsfaktor wäre.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 16.02.2018 - 18:42 Uhr  ·  #3
Den "Kostenfaktor" kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn ein solches Produkt wäre als einfache Variante ein Abfallprodukt einer größeren Lösung. Die Supportkosten und Vertriebsaufwand würden sich in Grenzen halten, unter der Voraussetzung, dass es keine Bananensoftware ist und eine gut gemachte Hilfe verfügbar ist. Kosten für Hardware gibt es genausowenig bei einer Kopplung mit PIN & TAN, jedenfalls nicht mehr und auch nicht weniger als beim Browserbanking.
Eher sehe ich hier Ertragschancen, weil ein Teil der Kunden gerne eine leistungsfähigere Lösung nutzen würden und dafür gerne bezahlen.
Eine Zahlungsverkehrssoftware nur unter dem Aspekt der Sicherheit zu sehen, wäre zu kurz gedacht, sie verbessert auch den Komfort durch Datenbanken und Verwaltung, gleichzeitig bedeutet eine gut funktionierende, individuelle Lösung eine starke Bindung an die Bank - Browserangebote hat doch jeder Wettbewerber und sind austauschbar.
Bank-Apps sind auf Mobilgeräten sehr erfolgreich. Warum muss das auf dem Desktop anders sein?
Gruß
Raimund
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 16.02.2018 - 20:42 Uhr  ·  #4
Zitat geschrieben von Raimund Sichmann

Bank-Apps sind auf Mobilgeräten sehr erfolgreich. Warum muss das auf dem Desktop anders sein?


Also erstmal ist Banking über den Browser immer noch weitaus erfolgreicher als über Apps. Auch wenn gerne immer gepredigt wird wie wichtig Mobile ist, zeigen die Zahlen da eine ganz andere Situation. Außerdem ist das Handling von Software auf Mobile anders, da geht die Installation durch die AppStores wesentlich einfacher und die Nutzer sind es gewohnt. Dadurch das die Systeme auch in sich abgeschottet sind, gibt es kaum Kompatiblitätsprobleme oder irgendwelche Virenscanner die Desktop Software behindern. Aber selbst da merkt man deutlich einen höheren Aufwand als bei einem Browser. Sowohl was Support als auch Wartung der Software angeht.

Und sind wir mal ehrlich, die meisten Nutzer checken nur ihren Kontostand oder nehmen eine Überweisung vor. Gerade die Funktionen die da HBCI Software mit sich bringt, sind oftmals reiner Overkill. In wie fern ist da eine HBCI Software für den Nutzer leistungsstärker? Wenn ich alleine vergleiche wie lange man braucht die Software zu starten und dann erst über HBCI da Daten abzurufen, dauert das sogar deutlich länger als die Nutzung über den Browser. Für mal kurz den Kontostand checken, ist das immer noch weitaus einfacher und schneller kurz das Banking über die Webseite aufzurufen. Welchen ernsthaften Vorteil soll denn der Nutzer über HBCI haben? Mal abgesehen von der Verwaltung unterschiedlicher Banken was mittlerweile auch immer mehr über Web angeboten wird.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 08:33 Uhr  ·  #5
Download und Installation müssen kein Problem sein, das zeigen z.B. die Fernwartungsprogramme. Es ist halt eine Frage der Präsentation und wie "rund" man das Angebot aufbaut. Natürlich macht es nur Sinn, z.B. einen Loader zu etablieren, wenn der entsprechend breite Markt dahinter steht.

Zum Support-Aufwand Apps vs Browser habe ich übrigens eine andere Wahrnehmung.
Natürlich kann sich eine Bank als Anbieter einer eigenen Software nicht vor dem Support drücken, wie das bei Browserproblemen möglich ist. Meinst du das?

Zitat
Und sind wir mal ehrlich, die meisten Nutzer checken nur ihren Kontostand oder nehmen eine Überweisung vor. (...) Bei HBCI sind die meisten Programme für den Massenmarkt überdimensioniert und entsprechend komplex ist die Bedienung und für den Normaluser fehlerträchtig.

Wie oben gefordert, genau deshalb denke ich, dass eine in der Oberfläche vereinfachte HBCI-Lösung Banken und Kunden helfen würde und zusätzlich die Sicherheit erhöhen würde.

Dass ein längerer Start ein Problem sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Zumindest bei mir ist das anders, Start der Software, zwei Passwörter, fertig. Was geht denn da im Web schneller? Im Gegenteil, wenn ich z.B. was buchen möchte, kann ich dies viel schneller in meinem Programm tun. Oder wenn ich etwas suchen muss. Nur bei Dingen, die die Bank verwaltet, ist der Browser flotter.

Gruß
Raimund
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 14:32 Uhr  ·  #6
die Theorie ist ja oft anders, wie die Praxis ..
so kam die Tage eine Bekannte ins schleudern, die für ihr Eltern einen Online-Zugang beantragt hatte, da sie nicht immer zu der Filiale rennen wollte.
Das Problem lag darin, dass sie die App auf dem Smartphone installiert hatte und nun mit den Zugangsdaten der Bank loslegen wollte ... es kam nur "Generator synchronisieren" ... dass zuvor erst die Basis-Einrichtung über den Browser erfolgen musste, war ihr nicht klar

Zu der App/Software, die Entwickler könnten ja eine minimierte Oberfläche anbieten (bei Routern oder ähnlichen Dinge ja auch so vorhanden, Standard-/ und/oder Erweiterte-Ansicht o.ä.)
nur jede Bank(Gruppe) wird dann ja wieder ihr eigenes Süppchen kochen wollen, anstatt eine Multibanking-Software als Banking-Standard-Software auszurollen ...
das ganze ist also immer nur aus Bankensicht interessant, sprich Werbung/Knebelung des Kunden und zu guter letzt auch in Sachen Sicherheit/Haftung (die Kundenhaftung sind doch nur 50 Euro)

wann verstehen die Banken, den Kunden in den Mittelpunkt zu setzen?

aber sind wir noch beim Thema: ?
Zitat
Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 20:30 Uhr  ·  #7
Es ist imho kurz gedacht, dass die Banken und Kunden hier gegenläufige Interessen haben. In meinen Beratungsgesprächen decken sich die Ziele doch sehr häufig schlussendlich.
Vergleichen wir das Thema mal mit den Freemailern. Die wollen natürlich keine Mailsoftware wie Thunderbird und Outlook, müssen aber mit POP3 und einige sogar mit IMAP leben.
Welcher User will denn aber ernsthaft zurück von den Vorteilen einer Verwaltungssoftware auf die Browserlösung zurück, wenn er beide Welten kennt?
Ich kenne - höchstens - User, die beides gerne parallel einsetzen und zwar: Weil es nicht anders geht. Und ich meine nicht Power-User, sondern eigentlich viele aus meine Bekanntenkreis.
Und die "alten Leute", die oft als Negativbeispiel hingestellt werden, angeblich unfähig, selbst eine Software zu installieren, sind die heftigsten Freunde und Befürworter für eine Mailsoftware und auch für eine Zahlungsverkehrslösung, sofern sie denn einfach zu bedienen ist und Updates reibungslos funktionieren.
Probleme, die den Ruf von HBCI "versauen" - wie Chipkartenleser-Hardware zu installieren und geänderte USB-Stick-Laufwerksbuchstaben-Änderungen - lasse ich hier bewusst außen vor - wenn man fairerweise TAN-Lösungen und die dazugehörigen Probleme im Browser und in der ZV-Software vergleicht kommt die ZV-Software bei einigermaßen neutraler Betrachtung nicht wirklich schlecht weg...
Gruß
Raimund
ps: Übrigens: Windows 10 bleibt auch Windows 10. Danach kommt nichts mehr von Microsoft. Adobe, Apple, Kundenbindung. Wenn das eine Bank mit ihrer ZV-Software schafft...
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 20:42 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von Raimund Sichmann

Vergleichen wir das Thema mal mit den Freemailern. Die wollen natürlich keine Mailsoftware wie Thunderbird und Outlook, müssen aber mit POP3 und einige sogar mit IMAP leben.
Welcher User will denn aber ernsthaft zurück von den Vorteilen einer Verwaltungssoftware auf die Browserlösung zurück, wenn er beide Welten kennt?


Das ist ein toller Vergleich. Wenn jemand Gmal benutzt, mal abgesehen von irgendwelchen Datenschutzbedenken, dann wird keiner auf Thunderbird und Outlook zurückgehen. Alleine schon weil du dort niemals einen so guten Spamschutz hinbekommst wie GMail mitliefert. Und gerade Outlook ist rein sicherheitstechnisch eine Katastophe. Das konnte ich sogar noch meinen Vater beibringen darauf zuzugreifen, per eigener Software die zwischendurch noch nach Updates etc fragt die er sich nicht traut anzuklicken? No way.

Zitat

Und die "alten Leute", die oft als Negativbeispiel hingestellt werden, angeblich unfähig, selbst eine Software zu installieren, sind die heftigsten Freunde und Befürworter für eine Mailsoftware und auch für eine Zahlungsverkehrslösung, sofern sie denn einfach zu bedienen ist und Updates reibungslos funktionieren.


Ja wo ist denn dann das Problem? HBCI bietet so gut wie jede Bank an, die paar Euro für die Software, dürfte die Leute dann ja auch nicht abschrecken. Trotzdem benutzen in Privatkundenbereich, vielleicht eine einstellige Prozentzahl an Nutzern eine Fiananzsoftware. Das kommt ja nicht weil die Banken die Nutzer dazu zwingen, wie gesagt, die HBCI-Schnittstelle ist ja da. Nur wird auch massiv unterschätzt, wie viele Leute auch mal kurz auf der Arbeit oder sonstwo den Kontostand checken wollen. Und da kann und will man nicht immer eine Software installieren. Zumal die ohne Cloud dann nichtmal synchron ist. Da fehlt mir immer noch das Killerargument für HBCI-Software und selbst bei den Apps merken Hersteller wie Outbank und Co eben doch, dass die nativen Banking-Apps da eine große Konkurrenz und deutlich beliebter sind. Das ist ja nicht alleine mit den Kosten von 5 Euro oder so für eine App zu erklären.

Zitat

ps: Übrigens: Windows 10 bleibt auch Windows 10. Danach kommt nichts mehr von Microsoft. Adobe, Apple, Kundenbindung. Wenn das eine Bank mit ihrer ZV-Software schafft...


Naja...ich sag mal so. Warten wir mal ab. Windows 10 war auch als einheitliches OS für PCs und Mobile gedacht. Letzteres hat man mittlerweile bei MS auch aufgegeben. Das ist atm kein gutes Beispiel für ein erfolgreiches Konzept, ein Großteil der Nutzer weigert sich sogar noch das zu installieren. Und wir reden hier von einem System, welches MS bis letztes Jahr noch verschenkt hat. Selbst damit konnten sie Windows 7 nicht überholen bisher. Das wird sich erst ändern wenn die Leute gezwungen sind Windows 7 aufzugeben.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 20:53 Uhr  ·  #9
Komisch, ich mache die gegenteiligen Erfahrungen!
Kaum jemand möchte sich Google anvertrauen, es wird gemeidet. Lieber möchten die Leute keine Mailadresse.
Ich kann wirklich nur wenige Leute in meinem Bekanntenkreis über einen aktiven Google-Account erreichen, eher gmx oder web.de
Und wirklich: wenn Thunderbird oder leider auch Outlook verwendet wird, will keiner mehr was anderes.
Gruß
Raimund
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 21:07 Uhr  ·  #10
Zitat geschrieben von Raimund Sichmann

Komisch, ich mache die gegenteiligen Erfahrungen!
Kaum jemand möchte sich Google anvertrauen, es wird gemeidet. Lieber möchten die Leute keine Mailadresse.
Ich kann wirklich nur wenige Leute in meinem Bekanntenkreis über einen aktiven Google-Account erreichen, eher gmx oder web.de
Und wirklich: wenn Thunderbird oder leider auch Outlook verwendet wird, will keiner mehr was anderes.
Gruß
Raimund


Ist halt so eine Sache mit persönlichen Erfahrungen und Statistiken. Ich selber benutze TheBat und wurde von einen Arbeitskollegen verwundert angeschaut, dass es dieses Mailprogramm überhaupt noch gibt. Das Mozilla nicht mehr wie früher Thunderbird direkt in den Browser einbindet, hat natürlich auch seine Gründe. Wenn du dir Statistiken anschaust, kommt ein Thunderbird gerade mal auf 1%. Top Mail Clients sind natürlich die hauseigenen Apps von Apple und Google auf den Mobile Geräten. Und zwar gaaanz massiv vor irgendwelchen Clients wie Thunderbird und Outlook. Gut da könnte man sagen, hey eigene Anwendungen setzen sich durch! Aber halt auch nur, weil es so bequem ist und Google und Apple das in ihren eigenen Ökosystem gleich mitliefern. Das bestätigt aber nur, dass die Nutzer es halt möglichst einfach haben möchten und dazu zählt nicht, sich eine eigene Software zu suchen, sich zu installieren und dann damit zu lernen umzugehen.

Wie gesagt Mobile ist halt auch anders. Da eine Bankapp zu installieren ist ein Klick, dauert ein paar Sekunden und dann aktualisiert sich das auch über die Stores automatisch. Und die Anwendungen sind bewusst klein gehalten.

Ich wüsste auch keine HBCI-Awendung die mir wirklich gefällt. Die meisten Anwendungen sehen immer noch aus wie von vor 20 Jahren. Gerade die der Banken. Und selbst sowas wie Banking4W benutzt mittlerweile das Design der Apps da es leichter für die Entwicklung ist. Kann ich sogar verstehen, weil Verkaufszahlen und Wartung sind ansonsten wohl kaum noch wirtschaftlich zu rechtfertigen. Zeigt aber wie aufwendig der Kram ist.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 21:16 Uhr  ·  #11
au mann, hab ich echt "gemeidet" geschrieben? Ist halt spät.
Ja, das sag ich ja: Wenn die Banken anfangen würden, ein ordentliches rundes Angebot im HBCI-Bereich anzubieten und die Kosten für den Einstieg tragen, dann würde sich der Erfolg von selbst einstellen. Ich glaube nicht, dass die Installation und der Support wirklich eine große Hürde sein müsste. Es ist eher der Wille. HBCI wurde schon x-fach totgesagt, dabei bezeichnet es doch eigentlich nur eine Schnnittstellenbeschreibung....
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 21:41 Uhr  ·  #12
Zitat geschrieben von Raimund Sichmann

au mann, hab ich echt "gemeidet" geschrieben? Ist halt spät.
Ja, das sag ich ja: Wenn die Banken anfangen würden, ein ordentliches rundes Angebot im HBCI-Bereich anzubieten und die Kosten für den Einstieg tragen, dann würde sich der Erfolg von selbst einstellen. Ich glaube nicht, dass die Installation und der Support wirklich eine große Hürde sein müsste. Es ist eher der Wille. HBCI wurde schon x-fach totgesagt, dabei bezeichnet es doch eigentlich nur eine Schnnittstellenbeschreibung....


Ich kenne ja beide Bereiche. Ich habe jahrelang Support gemacht, sogar noch damals zu BTX-Zeiten und bin mittlerweile in der Entwicklung/QS. HBCI-Programme zu supporten war immer ein deutlich deutlich höherer Aufwand. Ganz ehrlich, beim Browser kannste halt nicht viel verkehrt machen mittlerweile mehr. Die WebBanking-Anwendungen laufen so ziemlich auf allen Betriebssystemen und Browsern da der Standard mittlerweile soweit ist, dass man eben nicht mehr speziell für einen IE oder Opera da Code anpassen muss. Meisten jedensfalls.

Es ist mittlerweile wieder aufwendiger geworden durch die Mobile Apps, selbst da treten weitaus mehr Probleme auf als bei einer Browseranwendung. Aber fest installierte Software auf den PC ist oftmals die reine Hölle. Gerade weil "moderne" Virenscanner da gerne mal die verschlüsselten Verbindungen blockieren weil sie nicht ihr eigenes Zertifikat da einschleusen können etc. Und nochmal, nehmen wir an eine Bank würde primär auf eine eigene HBCI-Software setzen. Win/Mac muss man auf jeden Fall schon unterstützen, Mobile sowieso. Linux für die Hardcore User am besten auch. Das ist eine entwicklungstechnischer Rattenschwanz, den keine Bank mehr eingehen wird. Und dann hast du noch das Problem, das HBCI eben nicht alle Funktionen unterstützt. Ja natürlich möchten die Banken beispielsweise auch Kredite online verkaufen, dass funktioniert über HBCI nicht ohne weiteres. Beißt sich aber halt auch wenn Kunden möglichst keine bis wenig Gebühren zahlen möchten und dann nicht wollten das noch Produktabschlüsse im Banking beworben und abgeschlossen werden können. Sicherlich, rein von der Theorie her könnte man sowas vielleicht auch in Software umsetzen mit einer eigenen Schnittstelle hintendran, aber der Aufwand wäre enorm und Webbanking musst du trotzdem weiterhin anbiebten. Alleine schon wegen der Nutzerbahrkeit auf Arbeitsplatzrechnern etc.

Wie gesagt, mir fehlt das Killerargument für eine HBCI-Anwendung. Mittlerweile kannst du Web genauso gut bedienen, Daten liegen dort je nach Bank auch über Jahre vor. Exportmöglichkeiten sind vorhanden, rechtlich gültige Kontoauszüge liegen vor....wo ist also das Problem? Sicherheit lass ich echt nicht gelten, die Zahlen sind sowas von gering, da würde man über solche Quoten bei Papierüberweisungen nur träumen. Da ersetzen die Banken die nicht völlig mies drauf sind, dir die Beträge ohne mit der Wimper zu zucken.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 22:41 Uhr  ·  #13
Zitat geschrieben von B.N.

Wie gesagt, mir fehlt das Killerargument für eine HBCI-Anwendung. Mittlerweile kannst du Web genauso gut bedienen,

Der Hauptvorteil liegt für mich darin, daß ich mehrere unterschiedliche Bankverbindungen in einem gemeinsamen Programm zusammenfassen kann, ohne daß ich einem dritten Zugriff auf andere Konten erlauben muß.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 19.02.2018 - 23:44 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von martin_d

Zitat geschrieben von B.N.

Wie gesagt, mir fehlt das Killerargument für eine HBCI-Anwendung. Mittlerweile kannst du Web genauso gut bedienen,

Der Hauptvorteil liegt für mich darin, daß ich mehrere unterschiedliche Bankverbindungen in einem gemeinsamen Programm zusammenfassen kann, ohne daß ich einem dritten Zugriff auf andere Konten erlauben muß.


Hatte ich schonmal erwähnt, Multibankfähigkeit ist mit Sicherheit ein Argument. Wobei auch Webanwendungen der Banken das mittlerweile zulassen inklusive der Wahl, die Daten verarbeiten zu dürfen oder nicht. Gut muss man drauf vertrauen, gilt aber genauso für jede HBCI-Desktop Anwendung. Und wenn diese von den Banken direkt wäre, würde da genauso ein Misstrauen bestehen wie bei einer Webanwendung. In sofern zieht das nicht als Argumentation bez. HBCI-Anwendungen von den Banken direkt die Raimund gerne fokusiert sehen würde.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 20.02.2018 - 00:54 Uhr  ·  #15
Das einzige echte Argument ist meiner Meinung nach das, dass man selbst Herr seiner Daten ist. Und das, wenn man es gescheit anstellt, über Jahrzehnte.
Man kann auch nach Jahrzehnten noch nachschauen, wie man seine Immobilie finanziert hat, wieviel man für sagen wir Grundsteuer usw. bezahlt hat. Und das ohne großen Aufwand. Das ist nur ein Beispiel.

Bei jeglicher Web-Anwendung der Banken ist man von irgendwelchen nicht beeinflussbaren Faktoren abhängig. Sei es das Überleben d Bank, die dauerhafte Zusammenarbeit mit dieser Bank oder aber auch nur die Entscheidungen von Managern, die heutzutage eigentlich nur noch bis zu den nächsten Quartalszahlen denken.

Ich habe im Prinzip nichts gegen Datenverarbeitung, die in "vertrauenswürdigen" Clouds stattfindet (was vertrauenswürdig ist muß jeder für sich entscheiden). Allerdings immer nur dann, wenn ich den kompletten Datenbestand auch in Kopie SELBST besitze. Also auf einem Datenträger, über den ich Herr bin.

Und wofür WebAnwendungen auch gut sind: Für die Kundenbindung. Im Sinne von Fesselung. Wenn man sich einmal drauf eingelassen hat, wird es schwer, sich wieder zu befreien. Die Wenigsten bringen den Willen und die Energie auf, das dann ggf. zu tun. Lieber "leiden" sie weiter und wechseln nicht. Ganz im Sinne der Quartalszahlendenker :-)
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 20.02.2018 - 01:15 Uhr  ·  #16
Zitat geschrieben von msa

Das einzige echte Argument ist meiner Meinung nach das, dass man selbst Herr seiner Daten ist. Und das, wenn man es gescheit anstellt, über Jahrzehnte.
Man kann auch nach Jahrzehnten noch nachschauen, wie man seine Immobilie finanziert hat, wieviel man für sagen wir Grundsteuer usw. bezahlt hat. Und das ohne großen Aufwand. Das ist nur ein Beispiel.

Bei jeglicher Web-Anwendung der Banken ist man von irgendwelchen nicht beeinflussbaren Faktoren abhängig.


Bist du doch aber bei einer HBCI-Software genauso. Nehmen wir mal, eine Firma geht pleite und entwickelt die Software nicht weiter. Dann bringen dir deine Datenbestände unter Umständen auch nichts. Es sei denn die sind in einem solchen Format, dass andere Programme diese verstehen. Bei Outbank war die offizielle Aussage auch nur: Ja wenn wir pleite gehen, löschen wir die Daten auf der Cloud:

https://outbankapp.com/de/zur-zukunft-von-outbank/

Hast du schonmal versucht Daten von einer Finanzsoftware zu einem anderen Programm zu portieren? Also inklusive Empfängerlisten und allen drum und dran? Oder Kontoauszüge die per Screen Scraping gezogen wurden? Umsätze bekommst du bei den meisten Bankanwendungen auch per CVS, spricht also nichts dagegen die auch über Jahrzehnte zu speichern. Ist dann halt in Excel oder sonstwo. Importmöglichkeiten sieht man da "noch" selten in Webanwendungen, aber die Daten speichern kannst du mittlerweile quasi überall. Ich sehe da ehrlich gesagt keinen Unterschied zu einer Finanzsoftware, da besteht die Gefahr genauso abgeschnitten zu werden. Alleine wie oft ich noch Anfragen bekomme habe im MS Money Format exportieren zu können, unglaublich, kann sich niemand vorstellen.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 20.02.2018 - 04:26 Uhr  ·  #17
Zitat geschrieben von B.N.
Hast du schonmal versucht Daten von einer Finanzsoftware zu einem anderen Programm zu portieren? Also inklusive Empfängerlisten und allen drum und dran? Oder Kontoauszüge die per Screen Scraping gezogen wurden?

Aber ja, und das mehr als ein Mal. Ich betreibe el. Banking seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrtausends - damals zeitweise auch als Entwickler im BTX-el.Banking-Umfeld. Das Wichtigste bei Übernahmen von einem Programm ins nächste sind natürlich die Umsätze. Und jede Software, die ich ernst nehmen kann, hat eine interne Datenbank. Und dieser Datenbank ist es egal, wo die Umsätze herkommen, die darin gespeichert sind. Also ob sie per HBCI/MT940 abgerufen wurden, per ScreenScraper rein kommen oder was auch immer - in der Datenbank haben die alle das gleiche Format. Klar, in manchen Fällen sind nicht alle Felder ausgefüllt - aber das ist ja letztlich völlig egal. Einen Betrag, ein Datum, ein Wertstellungsdatum und bestenfalls einen getrennten Zahlungsgegner gibt's immer. Und beim Export dieser Datenbank gibt es dann auch lauter gleiche Sätze - im besten Fall wieder MT940 oder jetzt CAMT oder eben CSV. Je nachdem, was die neue Software aufnehmen kann. Im schlimmsten Fall muß man eine CSV umstricken - aber auch das ist schnell und einfach erledigt.

Zitat geschrieben von B.N.
Umsätze bekommst du bei den meisten Bankanwendungen auch per CVS, spricht also nichts dagegen die auch über Jahrzehnte zu speichern. Ist dann halt in Excel oder sonstwo. Importmöglichkeiten sieht man da "noch" selten in Webanwendungen, aber die Daten speichern kannst du mittlerweile quasi überall.

Klar kann ich das, das wäre schon mal etwas. Wenn da nicht die 1000 Kleinigkeiten wären, warum es dann letzten Endes doch nicht paßt. Entweder ich speichere jeden Tag und achte peinlich darauf, dass ich alle Umsätze speichere und keine weglasse und nichts doppelt habe. oder ich speichere alle Monate. Oder alle Quartale. Da muß ich dann immer dran denken und das zuverlässig machen - irgendwann vergißt man es dann doch - ich rede aus Erfahrung - und das dann genau bei der Bank, die keine lange Historie liefert. Und selbst wenn ich es nicht vergesse - diese Speichergepfriemel von Hand ist mir einfach zu blöd. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. Das soll ruhig die Maschine alleine machen, das kann sie viel besser! Und vorallem zuverlässiger.

Und was ich noch vergessen habe, was wohl der Hauptvorteil ist: Ich habe alle meine Banken mit allen meinen Konten in einer Software auf einen Blick. Jeden Tag bei allen WebInterfaces aller meiner Banken und der Banken der Menschen, um deren Bankgeschäfte ich mich kümmere, würde mindestens eine halbe Stunde dauern - vertane Lebenszeit. Zumal ich dann in 95% aller Logins feststellen müßte "hat sich nichts getan". Mit einer Software wird alles automatisch abgefragt, währen ich Zeitung lese oder Kaffee trinke. Und ich kann mir am Ende dann aufbereitet alle "Neuigkeiten" anzeigen lassen. Entweder über Standardausgaben der Software oder gar über eine selbst gestaltete direkte Abfrage der Datenbank.

Was auch bei WebBanking nirgends möglich ist ist, sich mehrere Konten übergreifend (Salden wie Umsätze) anzeigen zu lasse, geschweige denn Bankübergreifend. Wenn ich etwas suche, weiß ich vorher nicht genau, auf welcher Bank und in welchem Konto ich genau diese Zahlung(en) finden werde. Darum suche ich ja!

Und da sind wir auch wieder bei der Kundenbindung. Die Bankentscheider möchten dem Kunden die Verwendung von mehreren Instituten parallel so schwer wie möglich machen, um selbst so viel wie möglich vom Kuchen abzubekommen. So ist das WebBanking gestaltet. Und oft frage ich mich, wer solche Anwendungen gestaltet - meist völlig an der Realität vorbei.

Das WebBanking der Fiducia z.B. ist eigentlich wirklich brauchbar, wenn man nur eine Bank hat. Dass allerdings auch in der Business-Version kein sofortiger Überblick über die Salden aller Konten angezeigt wird und man jeden Kontoinhaber einzeln anklicken und somit öffnen muß - unverständlich. Mag es bei 3 GmbH's vielleicht noch angehen - wenn es mehr werden ist das nicht handelbar. Ich habe beruflich eine Kennung, in der ca. 180 Kontoinhaber mit je 2-3 Konten drin sind. Das gäbe eine schöne Klickerei... :-)
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 20.02.2018 - 08:29 Uhr  ·  #18
Ihr beschreibt ja eher die Probleme und Ansprüche der Poweruser, wozu die wenigsten werden. Hier liegt auch der größte Aufwand im Support, zumindest in meiner Wahrnehmung, der NICHT durch eine intuitivere Oberfläche und einfache Installation gelöst werden könnte. Die allermeisten Programme nehmen hier kaum echte Rücksicht auf die Einfachst-Normalverbraucher. Müssen sie leider auch nicht, dafür sind sie nicht gebaut und niemand verdient wirklich Geld in dieser Sparte.
HBCI hat aus diesem Grund doch eher den schlechten Ruf, kompliziert und aufwändig zu sein. Das Kind liegt doch schon seit vielen Jahren im Brunnen, weil es sich damals eben nur als Gegenstück zu BTX profiliert hatte und nicht als echter Browser-Konkurrent. Damals hatten die Genossenschaftsbanken ja eigentlich nur das umständlich einzurichtende Signaturverfahren per Sicherheitsdatei im Angebot und eben nicht das einfachere PIN&TAN für die Schnittstelle.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 20.02.2018 - 08:43 Uhr  ·  #19
Zitat geschrieben von B.N.

Bist du doch aber bei einer HBCI-Software genauso. Nehmen wir mal, eine Firma geht pleite und entwickelt die Software nicht weiter. Dann bringen dir deine Datenbestände unter Umständen auch nichts.


Das bringt mich auf den wohl größten Nachteil des Browser-Bankings: Wenn ich mit meinem Konto zu einer anderen Bank umziehe und das alte Konto schließe, habe ich keinerlei Online-Zugriff mehr auf meine bisherigen Kontodaten. Dann ist alles weg. In meiner Banking Anwendung hingegen habe ich etliche Kontoumsätze der vergangenen 15 Jahre noch gespeichert, wo ich längst das Konto aufgelöst hatte. So gesehen ist Browser-Banking auch ein gutes Mittel um den Kunden zu hindern die Bank zu wechseln.
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Re: Informationen zum chipTAN USB Verfahren - Reiner SCT

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Gepostet: 20.02.2018 - 08:59 Uhr  ·  #20
Zitat geschrieben von subsembly
Das bringt mich auf den wohl größten Nachteil des Browser-Bankings: Wenn ich mit meinem Konto zu einer anderen Bank umziehe und das alte Konto schließe, habe ich keinerlei Online-Zugriff mehr auf meine bisherigen Kontodaten. Dann ist alles weg.

Darf ich da ketzerisch was einwerfen? Ich glaube nicht, dass das wirklich ein Nachteil ist. Nehme ich mich persönlich mal als Beispiel - ich habe noch nie Kontoumsätze für irgendetwas gebraucht, die älter als - sagen wir mal - ein paar Monate waren. Als Privatperson brauche ich meine Kontoumsätze/Kontoauszüge nicht mal für meine Steuererklärung. Ich muss nichts nachweisen, nichts belegen, ich muss nichts für irgendjemanden aufbewahren. Ich habe dieses Problem in den letzten 20 Jahren einfach noch nie gehabt. Und darum ist es für mich persönlich z.B. super komfortabel, meine Bankgeschäfte hauptsächlich über (wechselnde) Banking-Apps und Webseiten abzuwickeln. Ich habe zwar tatsächlich drei, vier Banking-Programme zu Hause (sowohl am Mac als auch am PC), aber die nutze ich maximal sporadisch. Auswertungen oder Kategorien oder Kostenstellen oder Finanzplanungen interessieren mich absolut nicht.

Ich weiß, ich bin sicherlich nicht der "Musternutzer". Aber viele Leute - vor allem jüngere Leute - mögen vielleicht in eine ähnliche Richtung gehen. Es muss einfach und unkompliziert sein, und langfristige Datenaufbewahrung ist einfach nicht notwendig.

Soll ich übrigens den Thread mal teilen? Sicher sind wir OT, aber ich finde die Diskussion hochinteressant.
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